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Zeigarnik Effect

Ihre Teams bleiben im Change-Projekt nicht am Ball? Der Zeigarnik Effect hilft, die Transformation erfolgreich voranzutreiben

„Der Weg ist das Ziel“ – für Transformationsprojekte hat dieses Sprichwort eine besondere Bedeutung. Gerade komplexe und lang andauernde Veränderungsprozesse bergen die Herausforderung, Verständnis und Motivation bei Mitarbeiter:innen nicht zu verlieren. Daher ist es umso wichtiger, ihnen die persönliche Teilhabe an der Veränderung zu ermöglichen – etwa durch die Zuweisung einzelner Aufgaben oder die vorherige Durchführung eines Pilot-Projekts. So werden Beteiligte selbst zu den Architekten der Veränderung. Aus Sicht der Verhaltenspsychologie entspricht dieses Vorgehen dem Zeigarnik Effect. Dieser löst bei Menschen den Wunsch aus, persönlich angefangene Aufgaben abschließen zu wollen – da nicht abgeschlossene Aufgaben das Motivationsfundament dafür bilden, eine entstandene „Cognitive Dissonance“ beenden zu wollen.

Es ist empfehlenswert, Change-Journeys bereits mit einem Pilot-Projekt zu starten. Zweck der frühen Pilotierung ist es, die Beteiligten durch die persönliche Einbindung und die damit verbundene Umsetzung von kleinen Teilaufgaben zu befähigen, motiviert am Abschluss des gesamten Veränderungsprozesses mitzuarbeiten. Auf diese Weise gelingt es der Organisation einerseits Verständnis für die Entwicklung zu schaffen und andererseits den Prozess als „Aufgabe“ zu definieren. In letzterem findet sich der Trigger für den Zeigarnik Effect: Mitarbeiter:innen wollen ab diesem Zeitpunkt aktiv zum Erfolg und Abschluss des Projekts beitragen.

Eine Möglichkeit zur effektiven Zielsteuerung bietet, unter anderem, das Objective Key Results (OKR)-Rahmenwerk. Die große Vision der Transformation wird aus der komplexen Ebene in kleine Teilschritte heruntergebrochen. Die Mitarbeiter:innen erarbeiten dabei selbst, welche Ziele zu welchem Zeitpunkt erreicht werden sollen. Die jeweilig notwendigen Aufgaben werden sodann Schritt für Schritt durchgeführt. Diese Arbeitsweise leistet einen erheblichen Beitrag zur Selbstwirksamkeitserfahrung in der Transformation – Stolz auf den eigenen Beitrag zu einem übergeordneten Ziel wird damit freigesetzt.

Für einen erfolgreichen und nachhaltigen Einsatz des Zeigarnik Effects ist die Sichtbarkeit von Fortschritt und Ergebnissen von zentraler Bedeutung. Hier zwei Beispiele für die Umsetzung in der Praxis: Ein gemeinsames Aufgaben-Board oder „Bälle zählen“ im Büro – je abgeschlossenem Teilschritt wird ein kleiner Ball in einen Eimer gelegt. Das Team-Ziel: Den Eimer gemeinsam mit Bällen vollmachen! Das Feiern von kleinen Meilensteinen sowie das schrittweise Vorgehen in kleinen Zielen können im Change-Projekt dafür genutzt werden, die Motivation im Team nachhaltig auf einem hohen Niveau zu halten.

Transformationsprojekte sollten daher immer auch aus Sicht der Mitarbeiter:innen gedacht werden. Auf den Zeigarnik Effect zu setzen, kann daher zu einer durchweg effizienten Navigation im Change-Prozess bis hin zum erfolgreichen Abschluss des Projekts beitragen. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen stehen somit nicht nur im Fokus, sondern werden zudem zum Treiber des Erfolgs.

Was ist eigentlich PsyChange?

Veränderungen lösen Gefühle wie Ängste oder Ärger aus. In Transformationsprojekten kombiniert elaboratum klassische Change-Methoden mit verhaltenspsychologischen Erkenntnissen. Bei Transformationen sind es vor allem die unbewussten Verhaltensweisen und Emotionen der Beteiligten, die den Erfolg des Transformationsprozesses beeinflussen. Durch die Verwendung psychologisch fundierter Behavior Patterns lässt sich die Komplexität der unterschiedlichen Bedürfnisse und Emotionen im Change-Prozess reduzieren. Diese Herangehensweise heißt „PsyChange“.

Wenn wir in die Change-Journey starten, sollten wir daher den Mensch und seine Bedürfnisse sowie Emotionen in den Mittelpunkt stellen.

Mehr zu PsyChange erfahren

Sie möchten mehr über PsyChange erfahren? Laden Sie sich kostenfrei unser aktuelles Whitepaper zum Thema: „Mensch verändere Dich nicht? Wie mit Verhaltenspsychologie Veränderungsprojekte in der Versicherungsbranche gelingen“ herunter: www.insurefin.digital/blog/whitepaper-psychange-mensch-veraendere-dich-nicht/

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