Der Internet Explorer wird von unserer Website nicht unterstützt. Bitte verwenden Sie einen aktuellen Browser (z.B. Edge, Firefox, Chrome).

WYSIATI

Nachhaltige Veränderung: Mit bestmöglichen Entscheidungen ein starkes Fundament in Change-Projekten schaffen

Nur jedes fünfte Change-Projekt hat Erfolg und wird nachhaltig ins Unternehmen integriert. Warum scheitern so viele Transformationsvorhaben? Wie gelingt es, Veränderung nachhaltig im Unternehmen zu etablieren? Auch hier lohnt sich der Blick auf psychologische Verhaltensmuster.

Ein wesentlicher Grund, warum Change-Projekte erfolglos bleiben, sind Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen. Die Ursache dieser Fehlentscheidungen liegt in unserer menschlichen Entscheidungsfindung. Wir betrachten nur das, was uns relevant erscheint und was wir auf den ersten Blick sehen können. Dieses Phänomen der Entscheidungsfindung lässt sich mittels dem WYSIATI-Effekt – „What You See Is All There Is“ – erklären. Unsere Wahrnehmung führt zu unvollständigen oder fehlerhaften Informationen. Die daraus resultierenden Schlussfolgerungen können massive Auswirkungen auf die Zusammenarbeit im Unternehmen mit sich bringen. Mit dem WYSIATI-Effekt lässt sich unter anderem das weit verbreitete Silo-Denken erklären. Hierbei werden Themen, die einem persönlich wichtig sind, bevorzugt und Themen, die anderen wichtig sind, unbewusst vernachlässigt. Dadurch wird nicht nur die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen beeinflusst, sondern auch die Zusammenarbeit im Team.

Wie zeigt sich der WYSIATI-Effekt nun in der Praxis?

Zwei Abteilungen werden zusammengelegt. Die neu geschaffene Abteilung wird nur noch von einer der zwei vorherigen Führungskräfte übernommen. Der Verantwortliche nimmt an, dass seine Entscheidungen zu Gunsten der gesamten, neu geschaffenen Abteilung getroffen werden. Jedoch sind ihm die Themen aus seiner vorherigen Abteilung deutlich vertrauter und auch die Bedürfnisse seiner ehemaligen Team-Mitglieder kennt er deutlich besser. Im Nachhinein stellt sich heraus, dass die Entscheidungen nicht für die gesamte, neue Abteilung funktionieren. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter aus der zusammengelegten Abteilung wurden vernachlässigt, wesentliche Schnittstellen wurden nicht berücksichtigt oder vergessen, die Informationen wurden nur aus einem Blickwinkel betrachtet. Die Veränderung zu einer nachhaltig neu gestalteten Zusammenarbeit gerät ins Wanken. Hätte sich das vermeiden lassen?

Um dem WYSIATI-Effekt entgegenzuwirken, ist es zunächst wichtig, dass wir uns des Effekts bewusst sind, um anschließend die Perspektive zu wechseln:

  • Verfolge ich mit der Entscheidung gerade nur meine Interessen oder werden auch die der anderen berücksichtigt?
  • Wurden alle Abteilungen, Schnittstellen und Stakeholder berücksichtigt?
  • Welche Auswirkungen könnte die Entscheidung auf einzelne Personen, Bereiche und das gesamte Unternehmen haben?

Wird der WYSIATI-Effekt nicht ernst genommen und Entscheidungen nur aus einem Blickwinkel betrachtet, so steht der Change langfristig auf wackeligen Beinen. Um dieses Gleichgewicht zu vermeiden, hilft häufig schon ein einfacher Perspektivwechsel.

Was ist eigentlich PsyChange?

Veränderungen lösen Gefühle wie Ängste oder Ärger aus. In Transformationsprojekten kombiniert elaboratum klassische Change-Methoden mit verhaltenspsychologischen Erkenntnissen. Bei Transformationen sind es vor allem die unbewussten Verhaltensweisen und Emotionen der Beteiligten, die den Erfolg des Transformationsprozesses beeinflussen. Durch die Verwendung psychologisch fundierter Behavior Patterns lässt sich die Komplexität der unterschiedlichen Bedürfnisse und Emotionen im Change-Prozess reduzieren. Diese Herangehensweise heißt „PsyChange“.

Wenn wir in die Change-Journey starten, sollten wir daher den Mensch und seine Bedürfnisse sowie Emotionen in den Mittelpunkt stellen.

Mehr zu PsyChange erfahren

Sie möchten mehr über PsyChange erfahren? Laden Sie sich kostenfrei unser aktuelles Whitepaper zum Thema: „Mensch verändere Dich nicht? Wie mit Verhaltenspsychologie Veränderungsprojekte in der Versicherungsbranche gelingen“ herunter: www.insurefin.digital/blog/whitepaper-psychange-mensch-veraendere-dich-nicht/

Spannende Diskussionen und Insights rund um PsyChange im Versicherungskontext gibt’s bei den InsureFin Digital-Days 2021.

Heute in München, in Frankfurt am Main am 07.10. und auch in Zürich am 13.10. legen wir den Fokus der Veranstaltungen auf Erkenntnisse aus der Behavioral Economics für die Banking- und Versicherungsbranche.

Auch im hybriden Eventformat sind alle 3 Veranstaltung in München, Frankfurt und Zürich für Sie besuchbar. Melden Sie sich jetzt kostenfrei an!

Den InsureFin Digital-Day weiterempfehlen