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Labor love

Mit Liebe selbstgemacht: wie die Einführung neuer Systeme mit dem Labor Love Effect gelingt

Sie haben es in Ihrem Unternehmen vielleicht schon erlebt: Die seit langem geplante Implementierung eines neuen CRM-Systems ist endlich bereit für den Go-Live. Das Projektteam hat unterschiedliche Funktionen und viele Sales-Szenarien durchdacht sowie die Nutzeroberfläche sinnvoll konzipiert. Einige Wochen nach der Implementierung zeigt sich, dass die Nutzung im Vertrieb nicht den bestehenden Erwartungen entspricht. Im Gegenteil: Der Außendienst kritisiert, dass das neue System für den Einsatz im Vertriebsalltag wenig Mehrwert bringt.

Was ist passiert? Zwar wurde während der Implementierung an alles gedacht – nur scheinbar etwas Wesentliches übersehen: Den Vertrieb, in dem Fall die „Kund:innen“ des neuen Produktes, in die Entwicklung unmittelbar einzubeziehen.

Um die Akzeptanz Ihrer Lösung bei den Nutzer:innen zu erhöhen, können Sie den Labor Love Effect gezielt bei der Einführung neuer Produkte nutzen. Der Labor Love Effect beschreibt die kognitive Verzerrung, dass Menschen Dinge mehr mögen (love), zu denen sie selbst beigetragen bzw. an deren Entstehung sie mit eigenem Aufwand (labor) beteiligt waren.

Für das Beispiel gibt es etwa folgende Möglichkeiten, „Labor Love“ entstehen zu lassen:

  • Customer Co-Creation: Den Vertrieb können Sie bereits frühzeitig in bestimmten Projektphasen aktiv in der Entwicklung beteiligen. Wenn Ihr Projektteam zu 30 % aus den Nutzer:innen besteht, erhöht dies die Akzeptanz und Sie erhalten wertvolle Insights für die weitere Konzipierung der Funktionen. Je früher Sie die Beteiligten einbinden, desto besser.
  • Befragungen: Bevor Sie mit der Konzeption starten, können Sie unternehmensweite Abfragen oder Interviews im Vertrieb durchführen. Dies hat den zusätzlichen Effekt, dass Ihr Projekt so bereits zu einer frühen Phase Bekanntheit erhält und keine Entwicklung „im stillen Kämmerlein“ stattfindet.
  • Reviews im agilen Projekt: Wenn Sie das Projekt beispielsweise als MVP (Minimum Viable Product) pilotieren und schrittweise verbessern, können Sie die Vertriebsmitarbeiter:innen zu den regelmäßigen Reviews einladen. So erhalten Sie zu den Zwischenschritten im Projekt Feedback und Ihre Nutzergruppe ist eng mit Ihrem Projektteam im Austausch.

Fazit: Nutzer:innen in die Entwicklung von Systemen einzubinden ist einfach und hat einen hohen Einfluss auf die Akzeptanz Ihres Projektes. Fragen Sie die Bedürfnisse der Nutzer:innen frühzeitig ab, vermeiden Sie außerdem das Entwickeln von Features, die „eigentlich“ niemand benötigt und erhöhen so die Chance auf einen reibungsloseren Go-Live.

Was ist eigentlich PsyChange?

Veränderungen lösen Gefühle wie Ängste oder Ärger aus. In Transformationsprojekten kombiniert elaboratum klassische Change-Methoden mit verhaltenspsychologischen Erkenntnissen. Bei Transformationen sind es vor allem die unbewussten Verhaltensweisen und Emotionen der Beteiligten, die den Erfolg des Transformationsprozesses beeinflussen. Durch die Verwendung psychologisch fundierter Behavior Patterns lässt sich die Komplexität der unterschiedlichen Bedürfnisse und Emotionen im Change-Prozess reduzieren. Diese Herangehensweise heißt „PsyChange“.

Wenn wir in die Change-Journey starten, sollten wir daher den Mensch und seine Bedürfnisse sowie Emotionen in den Mittelpunkt stellen.

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